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| Falschluft über die Kurbelgehäuseentlüftung beim 10V Turbomotor | | Drucken | |
| Geschrieben von: audi100-online.de | ||
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Der folgende Artikel beschreibt das Phänomen von Falschluft über die Motorentlüftung und den hinteren Kurbelwellen Simmering: Besitzer eines Audi 100/200 turbo mit KG/MC1B/2B Motor werden gelegentlich mit einem hässlichen Quietschgeräusch aus der Kupplungsglocke konfrontiert. Dieses Geräusch tritt zumeist nur bei warmen Motor und bei Leerlaufdrehzahlen, bzw im Schubbetrieb auf. Bei Drehzahlen über ca. 1500/min und unter Last verschwindet das Geräusch dann meist wieder, bzw, beim Treten der Kupplung oder der Bremse. In vielen Fällen wird daher ein defektes Ausrücklager der Kupplung als Fehlerursache angesehen, was aber in den seltensten Fällen die Ursache ist. Ausrücklager oder Falschluft - ein einfacher Test verschafft Gewissheit: Um zu testen, ob das Ausrücklager oder Falschluft die Ursache für das Quietschen sind, kann man folgenden simplen Test durchführen. Bei laufendem Motor langsam den Ölmesstab herausziehen und beobachten, ob sich das Geräusch verändert oder verschwindet. Verschwindet das Geräusch nicht, dann zusätzlich den Entlüftungsschlauch vom Ventildeckel zur Lufthutze der K-Jetronic kurzzeitig zudrücken. Spätestens jetzt sollte das Geräusch verschwinden.
Erklärung: Die Motorentlüftung liegt beim 10V Turbomotor komplett auf der Unterdruckseite und mündet hinter der Stauscheibe in die Ansaugluft des Motors zum Turbo hin. Die Stauscheibe der K-Jet wird ebenfalls über den Unterdruck des Motors betrieben, und genau hier liegt das Problem, bzw, der Konflikt! Lösung des Problems: Will man das Quietschen vermeiden, muss man den Unterdruck im Kurbelgehäuse begrenzen, bzw, vermindern. Die passende Lösung dafür finden wir an jedem Wasserhahn, bzw, in der Sanitärabteilung eines jeden Baumarkt.
Von dem Siebeinsatz wird nur das innere Kunststoffteil (siehe Pfeil) und sein Innenleben benötigt. Motor testweise im Leerlauf laufen lassen, bzw, Probefahrt unternehmen. Achtung: durch die verminderte Strömung steigt der Öldruck ein wenig an. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Entlüftungsschläuche auch weiterhin luftdurchgängig sind - beim Durchblasen darf sich kein nennenswerter Widerstand aufbauen. Viel Erfolg!
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